| 15.) Reha gut überstanden |
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Mein großer Traum von Olympia platzte, als ich im Juni 2008 nach einem missglücktem Sprung am Mattenende neben dem Einstickkasten landete und mit meinem linken Knie und meinem rechten Fuß wegknickte. Die niederschmetternde Diagnose lautete: Innenband- und Kreuzbandriss, Anriss der Patellasehne, Knorpel- und Meniskusschaden sowie einem Außenbandanriss im rechten Fuß.
Nachdem ich die erste Operation in Oberhausen gut
überstanden habe, musste ich mich 6 Wochen auf Krücken fortbewegen, ehe
ich die ersten Gehversuche ohne diese von mir sehr ungeliebten
Hilfsmittel unternehmen durfte. Das stellte sich allerdings als gar
nicht so einfach heraus, denn durch die wochenlange Ruhigstellung in
fast gestrecktem Zustand war nicht nur die Muskulatur erschreckend
zurückgegangen, sondern das Knie lies sich zudem auch nur noch ca. 30
Grad beugen. Jetzt begann der großer Kampf, dass Knie wieder beweglich
zu machen.
Der von mir sehr optimistisch geplante Reha-Aufenthalt in Donaustauf von 3 Wochen, verlängerte sich leider geringfügig um das Vierfache. So waren es am Ende rund 3 Monate, die ich in der Reha-Klinik von Claus Eder, dem Physio der Deutschen Fußball - Nationalmannschaft, verbrachte. Eine insgesamt sehr angenehme Zeit, da die Reha-Klinik durch ihre geringe Größe und die kleine Anzahl an stationären Patienten einen sehr familiären Eindruck erweckte. Der Ablauf dort war jeden Tag ähnlich. Es gab feste Termine für die Physio- und Massaganwendungen und dazwischen wurde selbstständig traininert und physikalische Anwendungen wie Strom oder Fango durchgeführt. Da mein Knie in den ersten 5 Wochen keine wirklichen Anstalten machte, sich großartig beugen zu lassen, ging es noch einmal für ein paar Tage zu einer weiteren Operation nach Oberhausen. Dort wurden die im Knie befindlichen Vernarbungen herausgeschnitten, Verklebungen gelöst und das Knie einmal komplett unter Vollnarkose durchmobilisiert. Dananch ging es endlich aufwärts! Nachdem ich mich die ersten 5 Wochen der Reha fast ausschließlich damit begnügen musste, die Oberkörperkraft zu trainieren, ging es nach der 2. OP endlich aufs Fahrrad. Was war das für ein Segen, endlich mal wieder ins Schwitzen zu geraten und wenigstens ansatzweise das Gefühl von körperlicher Betätigung zu spüren. Ende November war die Reha dann überstanden. Am letzten Tag feierte ich noch ein kleines Erfolgserlebnis, als ich nach langer Überredungarbeit das erste Mal aufs Laufband durfte und dort für staunende Blicke sorgte. Außer Fahrrad fahren und wenige Übungen zum Muskelaufbau hatte ich sportlich mit dem operierten Knie bis dahin noch nicht viel gemacht und trotzdem schaffte ich es ohne Probleme ein paar Minuten zu joggen. Mein Chirurg Dr. Walter hatte wirklich ganze Arbeit geleistet! |


